Masern

Keine harmlose Kinderkrankheit

Masern sind hochansteckend und keineswegs harmlos. Sie können zu Komplikationen führen und sogar tödlich enden. Die Impfung gegen Masern bietet nicht nur den einzigen Schutz, eine hohe Durchimpfungsrate könnte diese nicht zu unterschätzende Krankheit sogar ausrotten. Jedoch ist im Moment eine gegenläufige Entwicklung erkennbar. Zu wenige Menschen lassen sich gegen das Virus impfen, sodass die Masern wieder auf dem Vormarsch sind.

Masern sind meldepflichtig

Im Jahr 2020 wurden per 19. Februar 2020 bereits 3 Masernfälle gemeldet. 2019 waren es über das ganze Jahr verteilt insgesamt 151 Fälle. Vergangenes Jahr waren alle Bundesländer betroffen und 11% der Masernfälle stand in Verbindung mit Gesundheitspersonal.
Die Gesundheitsbehörden nehmen die Masern keineswegs auf die leichte Schulter, dies zeigt die Tatsache, dass diese Erkrankung meldepflichtig ist.
Mehr dazu finden Sie unter: https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Impfen/Masern—Elimination-und-Durchimpfungsraten/Aktuelle-Situation.html

Schwere Komplikationen möglich

Masern beginnen ähnlich wie bei einer Influenza üblicherweise mit Fieber, Kopfschmerzen, Husten und Bindehautentzündung. Nach drei bis vier Tagen entwickelt sich der typische Masernausschlag, der nach ungefähr einer Woche wieder verschwindet. Nicht immer verlaufen Masernerkrankungen komplikationsfrei, so kann es zu Bronchitis, Mittelohr- oder Lungenentzündung und in seltenen Fällen auch zu lebensbedrohlichen Gehirnentzündungen kommen. Besonders gefährdet sind Kinder im ersten Lebensjahr oder wenn sie während der Geburt angesteckt werden.