Pneumokokken

Pneumokokken sind Haupterreger für Lungenentzündungen, können aber auch zB Hirnhautentzündungen oder Blutvergiftungen hervorrufen. 2017 wurden in Österreich 545 gefährliche invasive Pneumokokken-Fälle registriert; das sind Infektionen, bei denen die Erreger ins Blut übergehen. So viele wie noch nie. Die Vorbeugung durch eine Pneumokokken-Impfung ist möglich.

Besonders gefährdet: Kinder und ältere Menschen

Kinder unter fünf Jahren leiden unter den Pneumokokken oft in Form von Mittelohrentzündungen, Lungenentzündungen oder invasiven Pneumokokken-Erkrankungen, da ihr Immunsystem allein noch nicht in der Lage ist, Pneumokokken-Bakterien abzuwehren. Auch ältere Menschen (50+) sind anfälliger, da ihre Immunfunktion mit zunehmendem Alter schwächer wird. Ebenfalls zur Risikogruppe zählen Raucher oder Menschen mit krankheitsbedingt geschwächtem Immunsystem.

Vorbeugend impfen

Lungenentzündungen und andere durch Pneumokokken ausgelöste Infektionen sind zwar meist gut mit Hilfe von Antibiotika therapierbar, allerdings kann man sich angesichts steigender Resistenzen nicht immer auf Antibiotika verlassen. Pneumokokken treten in unterschiedlichen Varianten (Serotypen) auf. Die derzeit verfügbaren Impfstoffe decken einen Großteil der 2017 in Österreich identifizierten Serotypen ab.  Daher lässt sich das Risiko einer durch Pneumokokken ausgelösten Lungenentzündung durch eine vorbeugende Impfung deutlich verringern.